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Verabschiedung Pfarrer Gerhard Born

Verabschiedung Pfarrer Gerhard Born

Im Frühjahr 2016 erkrankte unser Pfarrer Gerhard Born so schwer, dass er bis jetzt nicht in seinen Dienst im Bezirk Nordkirchen zurückkehren konnte. Nach dieser überaus langen Krankheit ist es nun amtlich, dass er ab dem 01.09.2017 in den Ruhestand geht.
Diese Nachricht erreichte das Presbyterium kurz vor Redaktionsschluss des Gemeindebriefes.
Beinahe vierzig Jahre hat Pfarrer Born in Nordkirchen gewirkt, die Gemeinde geprägt und Menschen seelsorglich beigestanden. Sie spürten: hier ist ein Pfarrer, der nicht das leichte Wort führt, weil er es sich selbst nicht leicht macht.
Seine nachdenklichen und tiefgründigen Predigten haben auch Menschen von außerhalb angezogen.
Das Presbyterium verabschiedet Pfarrer Born mit herzlichen Segenswünschen für seinen Ruhestand und wünscht ihm, dass Gott ihn behüten möge.
Wir werden ihm das in persönlichen Worten sagen, denn Pfarrer Born wünscht aus gesundheitlichen Gründen, dass sein Abschied nicht mit einer öffentlichen Feier begangen wird.
Wer ihm einen persönlichen Gruß zusenden möchte, kann dies mit einem Brief an seine oder die Adresse des Gemeindebüros tun.
„Baptizatus sum – ich bin getauft“, dieses Bekenntnis zu Gottes unverbrüchlicher Treue war vor zwei Jahren sein Willkommensgruß an die neue Pfarrerin in Lüdinghausen. Mögen diese Worte Gerhard Born Kraft schenken für seinen Abschied und Neuanfang.
S. Niemeyer für das Presbyterium der Ev. Kgm. Lüdinghausen
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Stellvertretend für viele seiner Wegbegleiter erinnert Stephanie Paulig an ihn, die über viele Jahre seine rechte Hand im Gemein-debüro war:
Seit dem 01.10.1979 ist Pfarrer Born in Nordkirchen, zuerst als Pfarrer im Hilfsdienst, als die Pfarrstelle in Nordkirchen, nach dem Weggang von Pfr. Marxmeier schon fast ein Jahr vakant war. Im Oktober 1980 fand dann die Pfarrerwahl für die zweite Pfarrstelle Lüdinghausen statt und Pfarrer Born wurde, nach seiner Wahl, am 22.02.1981 im Gottesdienst in der Ev. Kreuz-Kirche Nordkirchen eingeführt.
Das Fotoalbum der Gemeinde zeigt unzählige Konfirmanden der Gemeinde und aus der Kinderheilstätte. Die Arbeit auch mit den behinderten Jugendlichen und die anschließende Konfirmation dieser Kinder der Kinderheilstätte lag Pfr. Born immer sehr am Herzen (Wer schon einmal bei solch einer Konfirmation dabei war, weiß was „Heiliger Geist“ bedeutet. – Anm. d. Red.). Wie viele Kinder hat Pfr. Born getauft, wie viele Paare getraut, wie viele Gemeindeglieder beerdigt und die Angehörigen getröstet.
Anfangs drei Gottesdienstorte incl. Schulen – Südkirchen, Capelle, Nordkirchen, Ök. Bibelwochen und andere ök. Gottesdienste, Referent in Frauenhilfe und Abendkreis, Familiengottesdienste, Kameltreiber bei der Übernachtung des Kindergottesdienstes 1997, spontan als König oder Esel im Krippenspiel am Heiligabend, Engel beim Kirchenkabarett 2016, Gemeindebriefredaktion bis jetzt, Kunstkenner und Musikliebhaber, tiefgründiger Prediger und Seelsorger, ein Mensch mit Prinzipien, der aber auch seine Meinung ändern kann, natürlich auch ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit schwarzem Humor, den nicht jeder versteht, manchmal ein Dickkopf, aber immer ein fürsorglicher „Chef“ und Pfarrer, ein wandelndes Lexikon für Gemeindeinfos, ein von vielen geschätzter Mensch, egal welcher Konfession, jemand, der viele Spuren jeder Art hinterlässt.
Es gibt so viel über Gerhard Born zu sagen, gerecht wird man ihm damit trotzdem nicht. Nach seiner schweren Krankheit im Sommer 2016 kann er sich nun hoffentlich im Ruhestand völlig erholen, ohne die immer zunehmende Bürokratie auch bei „Kirchens“.
Schön wäre es, ihn nach einiger Zeit wieder in einem Gottesdienst begrüßen, einer Predigt lauschen zu dürfen, zusammen eine guten Wein oder Whiskey, ein gutes Essen zu genießen

Eintrag vom: 23.08.2017