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Evangelische Kirchengemeinde Lüdinghausen

Sommersammlung der Diakonie vom 13. Juni 2020 bis 04.Juli 2020

Sommersammlung der Diakonie vom 13. Juni 2020 bis 04.Juli 2020

Grußwort zur Sommersammlung 2020

Liebe Gemeindemitglieder,

Sie kennen die Geschichte sicher auch. Es ist eine der eindrücklichsten Jesus-Geschichten. Die Heilung eines Gelähmten, der von seinen Freunden durchs Dach zu Jesus heruntergelassen wird. Als Kind war ich aber nicht so sehr von Jesus Heilkräften beeindruckt.  Mich hat das Engagement der vier Freunde fasziniert. Die setzen sich für ihren Freund ein und wollen ihn zu Jesus schleppen. Sie lassen sich nicht beirren durch abweisende Menschenmassen. Sie überwinden Barrieren die den Zugang verwehren. Sie gehen Umwege, um seine Teilhabe zu ermöglichen. Für ihren Freund steigen sie der Jesus-Gesellschaft aufs Dach, damit er seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft bekommt.

Was treibt diese Freunde an? Der Philosoph Albert Camus hat das mal so genannt: „Die Sorge um das Glück des Anderen ist die zentrale Dimension menschlicher Existenz.“ Das Matthäus-Evangelium fasst das in der Aussage zusammen, dass ein Dienst am Nächsten ein Dienst an Gott ist: „Was immer ihr für einen meiner Brüder getan habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen – , das habt ihr für mich getan.“

„Du für den Nächsten“ – so lautet das Motto der diesjährigen Diakoniesammlung. Auch heute gilt es, Barrieren zu überwinden und Menschen in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Und ab und zu müssen wir der Gesellschaft auch aufs Dach steigen, um für die einzutreten, die ausgegrenzt sind.

Der Einsatz für andere kostet. Es braucht Engagement, Kraft, Geld und die richtigen Strukturen. Darum bitte ich Sie um Ihre Unterstützung für diakonische Arbeit in Ihrer Gemeinde, in Ihrer Region und überregional im Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe.

Mit herzlichen Grüßen

Pfarrer Christian Heine-Göttelmann

Vorstand des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

 

 

DU FÜR DEN NÄCHSTEN

Sommersammlung der Diakonie vom 13. Juni 2020 bis zum 4. Juli 2020

Wenn das Telefon viermal klingelt und dann niemand abgehoben hat, dann wird Frauke K. nervös. Sie arbeitet ehrenamtlich beim telefonischen Besuchsdienst des Diakonischen Werkes. Ein bis zweimal in der Woche ruft sie Menschen an, die ansonsten wenig Sozialkontakt haben und plaudert mit ihnen. Am Telefon können Probleme und Fragen besprochen werden und erste konkrete Hilfen kann sie auch organisieren. Frauke K. ist für ihre Nächsten am Telefon aktiv.

Wenn eines seiner „Patenkinder“ eine Prüfung hat, ist Helmut B. fast genauso nervös wie der Prüfling selbst. Seit vier Jahren ist Helmut B. ehrenamtlicher Jobcoach für Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Er organisiert Praktikumsplätze, spricht mit Arbeitgebern, Lehrern und Eltern und er gibt seinen „Patenkindern“ Nachhilfe. Helmut B. ist für seine Nächsten als Coach unterwegs.

Wenn die Klappe des Medimobils aufgeht, dann blickt Karen H. in die Gesichter der wartenden. Zweimal im Monat ist die Ärztin mit dem Fahrzeug der Diakonie unterwegs. Sie bietet medizinische Hilfen für Wohnungslose und andere Bedürftige an, die nicht zu einem normalen Arzt gehen können oder wollen. Karen H. ist für ihre Nächsten mit Verbandszeug und Tabletten unterwegs.

Erst wenn die Unterschriftenliste voll ist, dann kann Ulf P. zufrieden sein. Der alleinerziehende Vater von zwei Kindern wirbt um Unterstützung. Es gibt nicht genügend Betreuungsplätze für Kinder in seiner Stadt. Gemeinsam mit der Diakonie hat er eine Initiative gestartet, dass es neue Angebote für Familien mit nur einem Elternteil gibt. Ulf P. macht Lobby für seine Nächsten.

Vier Beispiele diakonischer Hilfe, wo Menschen für ihre Nächsten aktiv sind. Vier Beispiele von ganz vielen weiteren Initiativen, Projekten und Aktionen, die in Kirchengemeinden und Diakonischen Werken erst durch Spenden möglich gemacht werden.

„Du für den Nächsten“ – das Motto der Diakoniesammlung steht für die Arbeit der Diakonie. Nicht Hilfe von oben herab, sondern Unterstützung auf Augenhöhe; nicht gönnerhafte einmalige Geschenke, sondern langfristige Begleitung; nicht: „Ich weiß schon, was gut für Dich ist“, sondern wie Jesus schon gefragt hat: „Was willst Du, dass ich für Dich tun soll?“

„Du für den Nächsten“ – in Zeiten, in denen Abgrenzung und neuer Nationalismus gefordert wird, wo Hass gegenüber andern geschürt und Eigeninteressen hochgehalten werden, will die Diakonie mit ihren Angeboten das Verbindende betonen. Diakonische Arbeit setzt darauf, Menschen zusammenzubringen, auch wenn sie am Rand der Gesellschaft stehen.

„Du für den Nächsten“ – das Motto ist Anspruch und Zuspruch zugleich. Jeder und jede ist angesprochen selbst aktiv zu werden, in dem Maß, wie er oder sie es kann. Auf der anderen Seite gilt aber auch die Zusage, dass uns die Unterstützung zu Teil wird, die wir brauchen.

 

Wofür sammelt die Diakonie Geld?

Die meisten Einrichtungen und Angebote der Diakonie werden über sozialstaatliche Mittel finanziert. Diese Mittel reichen aber oft nicht aus, um mit neuen Angeboten, mit Einzelfallhilfen oder in außergewöhnliche Notlagen Unterstützung anzubieten. Hier werden Spenden, Kollekten und Fördermittel benötigt.

 

Was kann eine einzelne Spende schon erreichen?

Jeder Euro hilft! Schon mit einer Spende von 5 Euro kann die Diakonie in einer Nachbarschaftsküche Mittagessen anbieten. 10 Euro ermöglichen einem Fahrdienst der Diakonie, einen Gehbehinderten zu einem Gruppen-Treffen zu fahren. Und für 30 Euro kann ein Kind an einem Tagesausflug einer diakonischen Jugendeinrichtung teilnehmen.*

(*Das sind nur Beispiele, wie Ihre Spende eingesetzt werden kann. Ihre Gemeinde oder Ihr Diakonisches Werk können Spenden auch für andere diakonische Zwecke nutzen.)

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe setzt Mittel aus der Diakoniesammlung für die Kampagne „Zusammen ist Zukunft“ ein. Im Rahmen der Kampagne werden Projekte rund um das Thema „Teilhabe“ von diakonischen Einrichtungen und Kirchengemeinden beraten und finanziell unterstützt.

 

Diakoniesammlung – Einmal spenden, dreimal Zeichen setzen

Die Diakoniesammlung hat eine lange Tradition. Seit mehr als 60 Jahren führen evangelische Kirchengemeinden Sammlungen zu Gunsten diakonischer Arbeit durch. Die Diakoniesammlung ist gleichzeitig einer der größten Spendensammel-Aktionen in der Evangelischen Kirche. Allein im Gebiet der drei Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe beteiligen sich jedes Jahr mehr als 500 Gemeinden, die rund 1,5 Millionen Euro an Spenden sammeln.

Das Besondere an der Diakoniesammlung ist, dass eine Spende dreifach Wirkung zeigt. Denn die Spende wird aufgeteilt: 60 Prozent der Spendensumme bleibt in der Region. Hier wird diakonische Arbeit in Ihrer Kirchengemeinde und bei Ihrem örtlichen Diakonischen Werk unterstützt. Die restlichen 40 Prozent werden vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe - Diakonie RWL für überregionale Projekte und die Beratung von diakonischer Arbeit in Gemeinden und Kirchenkreisen verwandt. Zum Beispiel für die Kampagne „Zusammen ist Zukunft“.

Das heißt, eine Spende bei der Diakoniesammlung ist 1. direkte Hilfe für Bedürfte vor Ort, ist 2. eine Unterstützung für regionale diakonische Projekte und ist 3. eine Förderung von überregionaler Arbeit der Diakonie.

Spendenkonto bei der KD-Bank:
Ev. Kirchengemeinde Lüdinghausen
IBAN DE62 3506 0190 0000 9080 70
Verwendungszweck:
Diakoniesammlung Sommer 2020

VIELEN DANK!

Eintrag vom: 29.04.2020